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Die
Idee ist hirrnverbrannt" hörte ich, als ich im April 1988 das
erste Mal in das Land des Diktators Ceausescus fuhr. Furchtbare Armut
herrschte in Rumänien, es gab kein Heizmaterial, viele Menschen erfroren
und verhungerten, auf Lebensmittelmarken gab es pro MONAT: 10 dkg Butter,
0.5 Liter Öl, 1 kg Zucker, ½ kg Mehl. Käse gab es nie,
Fleisch zweimal jährlich. Eine alte Frau erzählte uns: „Ich
war so froh, zu Weihnachten endlich einmal ein Butterbrot essen zu können
und dann war die Butter so schlecht, dass ich es wegwerfen musste!“
„Was essen sie denn heute zu Mittag?" Die Antwort war: „Einen
Schmarr'n aus Mehl und altem Brot..." Und zum Abschied meinte man
zu uns: „Ihr wisst ja gar nicht wie gut ihr lebts!".....
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Paketübergabe
im Lepraspital Tichilesti |
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20 Jahre sind vergangen, jetzt meinte eine Patientin vor der Fahrt:
„Neidig bin ich, dass sie zu Pfingsten auf Urlaub fahren können....."
Zwei Dinge sind für jede Hilfsfahrt unentbehrlich: die Transportfahrzeuge
und ein riesiger Lagerplatz für alle gesammelten Waren.
Nachdem einige Autofirmen auf meine Anfrage und Bitte wegen eines Autos
in keinster Weise reagiert haben, hat mir zum wiederholten Mal Herr D.I.
Prinz von der Telekom -
organisiert von Herrn Sourada – einen geräumigen VW LT 35 zur
Verfügung gestellt. Ebenfalls mit bester Organisation bekamen wir
von den Wr. Lokalbahnen - Verkehrsdienste
über Herrn Flaschberger und Herrn Dewanger einen wunderbaren Sprinter
für unsere Fahrt.
Ich bedanke mich sehr für die Hilfe, das Entgegenkommen und das Vertrauen.
Franz Rath, seit 1994 ein treuer Mitstreiter und Mithelfer dieser Fahrten,
sammelte, schlichtete, ordnete, beschriftete, beklebte, sortierte und
besorgte Waren aller Art und verstaute sie in seinen ehemaligen Glashäusern,
wie immer: Vielen Dank dafür.
Die 92-jährige Frau Köhler trug auch zum Jubiläum bei,
sie übergab mir den 250. selbstgestrickten Pullover für ein
armes Kind.
Frau Roisl steckte mir wieder 700 Euro zu und meinte: "Zu ihnen habe
ich Vertrauen".
Nick Egger aus den USA hat mir 1.000 Euro für arme Kinder überwiesen,
Fam. Slechta gleich 2.000 Euro mit den Worten: "wo sie glauben, wo
Not ist, uns geht es gut....."
Das AKH über Fr. Dr.
Krepler, Fr. Binder und Fr. Dietrich spendete Komfort- Rollstühle,
Frau Gerhards von der Firma INN-Pack
schenkte mir 52 Waschlotionen für die Sozialstation in Stauceni,
Wolfgang Watzak gleich ein paar Paletten mit Verbandstoffen und Binden,
Fr. Pinggera von der Fa. Bständig
organisierte Bettunterlagen, Stoma- und Urinbeutel, Mieder, Katheter,
Venenstrümpfe, Rippengürtel und Einmalhandschuhe. DANKE!
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Die
Flotte am Prislop Pass |
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Wie bei jeder Fahrt bedanke ich mich einmal mehr bei meiner Assistentin
Doris Karger, die wieder viel organisiert, bestellt, abgeholt, telephoniert
und besorgt hat.
Es wurden von Firmen und Privatpersonen Waren aller Art selber abgeholt
und in der Ordination eben so viele abgegeben, die alle sortiert, eng
in Kartons verpackt, verklebt, beschriftet und je nach Empfangsort mit
einem Farbpickerl versehen wurden.
Dann war es wieder soweit:
Am 10.5.2008 – Pfingstsamstag - um 7 Uhr früh rollten wir
"nur ganz wenig überladen" aus der Stadt Richtung Nickelsdorf.
2003 hatten wir dort noch bei 4 Stunden Aufenthalt unglaublichen Ärger
mit ungarischen Grenz- und Zollbeamten gehabt, jetzt konnten wir ohne
Passkontrolle die Grenze passieren.
So schlecht und so kalt das Wetter bei der Herbstfahrt gewesen ist, so
schön, so hell, so sonnig durften wir diesmal die Landschaft genießen:
Blühende Tamariskensträucher an den Straßenrändern,
weite saftig-gelbe Rapsfelder soweit das Auge reichte, immer wieder Flecken
mit leuchtend roten Mohnblumen, ein blauer Himmel mit traumhaften, weißen
Wolken.
Früher haben mich auch die rumänischen Grenz- und Zollbeamten
7 bis 12 Stunden drangsaliert, jetzt – in der EU – haben sie
sogar Lächeln und Durchwinken gelernt.
Die erste Station in Rumänien:
Marghita: Hier hatte ich
1996 um 50.000 $ ein Haus mit Garten gekauft und es dem röm.-kath.
Bistum geschenkt, das es wieder der Caritas zur Verwaltung übergab.
Es wurde ein Sozialhilfezentrum und Pflegeheim für alte und bedürftige
Menschen. Es werden dort monatlich 130-150 Patienten betreut, stationär
leben 15 zum Teil bettlägerige Personen dort. Diesmal hatten wir
für das Büro einen Scanner und einen Farbdrucker mitgebracht.
In Satu Mare („Großes
Dorf") betreut Sr. Bernadette tagsüber Kinder, die zu Hause
nur schlafen dürfen. 250 Euro für Reinigungsmittel und vor allem
Spielsachen wurden dort gelassen.
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Der
fröhliche Friedhof |
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Kirche
von Sapanta |
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Entlang der
ukrainischen Grenze neben dem Fluss Theiß, Richtung Osten des Landes,
machten wir kurz Rast in Sapanta.
Hier gibt es den "Fröhlichen Friedhof", wo ein Holzschnitzer
auf blauen Holzkreuzen das wichtigste Lebensmotiv oder das Schicksal des
Toten in frischer, bunter Farbe festgehalten hat.
Die Fahrt ging weiter an grün bewachsenen Hügeln der Marmatei
- Berge, durch liebliche Dörfer mit unzähligen,
eleganten Störchen hoch oben auf den Lichtmasten.
Am 1414m hohen Prislop Pass,
in der Marmamuresch, einer Landschaft westlich der Ostkarpaten, gab es
dann doch Schneeregen.
Ausnahmsweise zu einer "christlichen Zeit" kamen wir diesmal
nach Roman, wo wir bei unseren Steyler Missionsschwestern wie immer gelabt,
versorgt und verwöhnt wurden.
RUMÄNIEN im Jahre
2008:
Wirtschaftspolitisches Ziel von Ministerpräsident Popescu–Tariceanu
ist die Einführung des Euros bis 2012. Dafür wird angesichts
des hohen Budgetdefizites eine konsequente Sparpolitik verfolgt werden
müssen. Rumänien ist ein hoch industrialisiertes Land, mehr
als ¾ der Exporte sind Industriegüter oder Maschinen. Seit
2005 ist der Steuersatz auf Einkommen und Unternehmensgewinne nur 16%.
Deswegen gilt Rumänien als eines der liberalsten Markwirtschaften
der Welt. Das Land bietet neben Bulgarien die niedrigsten Löhne und
die niedrigsten Steuern in der EU. Das BIP steigt jährlich um ca.
6%.
War die Inflationsrate
im Jahre 2004 noch 9.6%, war sie im Jahr 2006 nur mehr 3.4%. Der Durchschnittslohn
im Sommer 2007 betrug: 433 Euro, wobei die höchsten Löhne bei
Banken und Versicherungen (1157.- Euro), die niedrigsten in der Textil-
(283.- Euro) und in der Chemieindustrie ( 245.- Euro) gezahlt werden.
Hunderttausende haben das Land verlassen, weil sie keine Arbeit und kein
Auskommen hatten, vor allem auf dem Land herrscht bittere Armut, 20 von
100 Bürgern leben unter der Armutsgrenze. Dafür gibt es im Neumitgliedsland
der EU die längsten Arbeitszeiten. Bei der Renault - Tochter Dacia
verdienen die Arbeiter, die das Billigauto Logan zusammenstellen im Schnitt
400 Euro im Monat, 3.000 Arbeiter haben aber nur einen Mindestlohn von
160 Euro, so konnte das Werk 150 Millionen Euro Gewinn machen...
Seit der Revolution 1989 besteht in Rumänien ein Geburtendefizit,
so dass die Bevölkerung leicht gesunken ist. Es besteht weiter ein
großer Reformbedarf in der Bürokratie und in der Rechtssicherheit.
Zollprobleme sowie Korruption behindern nach wie vor den dringenden Zufluss
ausländischen Kapitals.
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Karpaten |
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Landschaft
mit Pferd vor Pflug |
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beim
Auspacken |
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Roman: Seit vielen Jahren
besuchen wir hier die Insassen eines Alters- und Pflegeheimes, gehen von
Bett zu Bett, schütteln die Hand und grüßen sogar auf
rumänisch: „Buna ziua“.
Unsere besondere Freundin ist die 80-jährige deutsch sprechende Gagiulescu
E. Caterina, die so vom Schloss, wo die „Kaiserin gewohnt hat, schwärmt“.
Sie hat keinerlei Angehörige, und niemand hat ihr zum 80. Geburtstag
gratuliert. Wir haben versprochen, bei dem nächsten Besuch mit ihr
in „die Stadt“ zu gehen und neue Hausschuhe zu kaufen und
darauf freut sie sich schon sehr....Und wieder und immer wieder werden
wir auf das angesprochen, was wir nie mithaben und auch nie mithaben werden:
auf Gebisse.....groß und kleine, enge, hohe und breite.....
Bei der örtlichen
Caritas in Roman hatten wir wieder Unmengen an Medikamenten, Bekleidung,
Verband und Desinfektion abgeladen.
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Spielrunde
im Altersheim |
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Horlesti: ganz im Osten,
nur 15 km von der ehemaligen Grenze der Sowjetunion entfernt gelegen,
seit 1992 zwei mal jährlich von uns besucht und betreut. Die dorthin
führenden Erd- und Steinstraßen sind unterbrochen von einem
ganzen Kilometer von der EU gesponserten Asphaltstraße, dann geht
es wieder holprig weiter dorthin, wo es noch Lehmhütten ohne Strom
gibt.
Fließwasser gibt es in den Häusern keines, aber viele Dorfbrunnen,
fast alle Menschen gehen barfuss, weil es keine Schuhe gibt und niemand
sie sich auch leisten könnte.
Oben auf dem Hügel in einer lieblichen Landschaft mit grasenden Pferden
und romantischen Teichen steht ein "Haus", das desolate Dach
mit Plastikfolien und Fetzen notdürftig abgedichtet, die morsche
Decke hängt beängstigend herunter, vier Kinder schlafen auf
Holzbrettern, auf die dünne Decken ausgebreitet sind. Mit dem Pfarrer
wurde die Finanzierung eines neuen Häuschens besprochen, weil eine
Reparatur in diesem Zustand nicht mehr möglich ist.
Ein ähnliches Haus, der Verputz abgebröckelt, der Familienvater
ist Taglöhner und bekommt sein Gehalt nur mit Schnaps bezahlt, die
Kinder essen in unserer Gegenwart noch grüne Kirschen mit den Kernen,
sie haben Hunger....Wir haben hier 70 Euro Schulden für den Kauf
einer Ziege gezahlt.....
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Lehmhaus
in Horlesti |
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die
4 Buben wohnen in diesem Haus |
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Abends ging es weiter zu Schwester Patricia in Raducaneni:
In dieser Niederlassung der Steyler Missionsschwestern werden Familien-,
Kinder-, Alkoholiker- und Schulbetreuung angeboten. Hierher hatten wir
wieder Medikamente, Spielsachen, Verband, Süßigkeiten, Kleider
und Spritzen gebracht.
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noch
ein Lehmhaus aus Horlesti |
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Am nächsten Tag ging es zum 22. mal in das ärmste Land Europas,
die Republik MOLDOVA:
Dem Land an der Außengrenze der EU laufen die Menschen davon. In
den letzten Jahren sind Schätzungen zufolge 1 Million der 4.5 Millionen
Einwohner ausgewandert vor allem nach Spanien, Italien aber auch nach
Rumänien. Zurück bleiben Kranke, Alte und Kinder. Sie werden
sich selbst überlassen und dämmern zu Tausenden als Sozialwaisen
dahin. Die Moldau ist aber auch abhängig, dass die Bürger als
Gastarbeiter im Ausland arbeiten, erstens steigt die Arbeitslosigkeit
im Land nicht so stark an und zweitens lebt das Land immer mehr von den
Überweisungen der Gastarbeiter, die bereits laut moldavischer Nationalbank
31% des BIP ausmachen. Durch die Emigration junger Menschen fehlen der
Wirtschaft künftig eine ganze Generation, das Sozialsystem droht
dadurch endgültig aus den Fugen zu geraten.16 Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung
wird die Moldova von beispielloser Armut, Hoffnungslosigkeit, wirtschaftlichem
sowie politischem Stillstand dominiert. Der monatliche Durchschnittslohn
beträgt 80-100 Euro, wobei der Wert nur erreicht wird, weil ein Bruchteil
der Bevölkerung mehr verdient, der Rest aber mit weniger oder mit
gar nichts auskommen muss, die geschätzte Arbeitslosigkeit beträgt
70 bis 85%.
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neben
der Gratis-Essen-Ausgabe eine Schaukel |
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Die Republik Moldova, im Kollektiv Fischka als die „Dritte Welt
vor der EU - Haustüre“ bezeichnet, mit 33.000 km2 nicht einmal
halb so groß wie Österreich, kommt ohne die Hilfe von Non Profit
Organisationen und kirchlichen Initiativen längst nicht mehr aus.
Wie kleine Bittsteller muss man sich an der Grenze für die Zolldeklaration,
bei der Ökologie, der Sanitär, Epidemiologie, der Transportabteilung,
dem Zoll und bei der Veterinärabteilung anstellen. Überall Formulare,
Stempel, wichtige Beamte in glänzender Uniform, aber die Waren selbst
werden nicht kontrolliert.......
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die
mitgebrachten Pakete für die Moldova |
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Auf der einzigen
schönen und aus strategischen Gründen breiten Straße wurden
wir plötzlich von einer mobilen Zollkontrolle angehalten. Vier Beamte
in einer der Polizei sehr ähnlichen Uniform kontrollierten unsere Dokumente
und die Hilfsgüter, es soll ja schon vorgekommen sein, dass ein Teil
davon im Wald abgeladen und dann schwarz verkauft wurde....
Am Hauptzollamt in der Stadt wieder Kontrollen der Ladelisten, der Schenkungsurkunden,
der Auflistung der Güter (Stückanzahl der Bleistifte, der Katheter,
der Bandagen...), des Hygienezeugnisses ( womit die mitgebrachten Handtücher
desinfiziert wurden?), der Steuernummer des Beschenkten usw. Schade um
7 ¾ Stunden Wartezeit.
Titanic: ein desolater,
riesiger Plattenbau, wo jeder Tag der letzte des abbruchreifen Hauses
sein könnte. Am Ende jedes finsteren Ganges, wo sich 20 Wohnungen
befinden, gibt es für alle Mieter nur eine Küche und ein desolates
Plumpsklo. Für Heizung und Strom müssen die Mieter extra zahlen.
Viele haben aber kein Geld und müssen so frieren und im Finsteren
sitzen. So wie die 41 jährige Ljuba, wo die Gaskartuschen schon lange
leer sind...... Zu diesem Jammer kommt noch, dass bei ihr eine Operation
ins Haus steht, sie sich aber keine Krankenkassa leisten kann, für
beide Anliegen konnten wir mit 250 Euro aushelfen.
In Ciorescu besuchten wir
wieder Pavel, der ja im Kaukasus bewusstlos geschlagen und seither gelähmt
im Bett liegt, einen Komfortrollstuhl brachten wir mit, damit er ein paar
Sonnenstrahlen im Garten genießen könne.
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Fähre über die Donau |
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Windmühle
vor dem Kloster Saon |
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Den Bewohnern
des Obdachlosenheimes in Stauceni,
welches Kardinal Schönborn zu seinem 60. Geburtstag gespendet hatte,
brachten wir viele geschmuggelte Brillen mit, damit die Insassen jetzt
endlich auch sehen und lesen können, was bisher nicht möglich
war.
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im
Lepraspital in Tichilesti |
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Nach langer Fahrt wieder in Rumänien, hatten wir bei Galati
die Donau überquert, und kamen am Beginn des Donaudeltas wieder nach
Tichilesti , dem letzten
Lepraspital Europas, das vor genau 80 Jahren hier auf den Grundmauern
eines verlassenen Klosters errichtet wurde. Versteckt am Ende einer Sackgasse
leben die Menschen seit 1900 beinahe unbemerkt von der Außenwelt
in kleinen Reihenhäusern, wobei das einzige Zimmer oft nur 10 m2
groß ist. Früher wurden die Kranken „mit Gewalt“
hierher gebracht. Wenn man irgendwo einen Leprakranken entdeckte, machte
man das publik und damit war der Kranke zur Isolation verurteilt.
Ioana Miscov, bald 80 Jahre, die keine Finger und keine Vorfüße
hat, kam schon mit 12 Jahren hierher, wurde einfach aus der Schule herausgenommen
und hierher gebracht, auf den Knien rutschend hält sie ihr Minihäuschen
blitzsauber und versorgt ein paar Hühner mit Körnern von Maiskolben,
die sie mit den Stümpfen der Finger herausbricht.
Jeden einzelnen Kranken besuchten wir und verteilten Süßigkeiten
und die so begehrten Zigaretten.
Auf dem weiteren Weg in den Süden des Landes besuchten wir noch das
Naturschauspiel der Schlammvulkane bei Buzau,
natürliche Gase drücken dort eine heiße Schlammbrühe
in Form von Blasen an die Erdoberfläche.
Vorbei an
saftigen Wiesen auf kleinen Landstraßen mit Pferdefuhrwerken, die
eine schwere Last von Holzstämmen zogen, auf der linken Seite den
großen Grenzfluss der Donau zur bulgarischen Grenze.
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Hänsel
und Gretel im Lepradorf |
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Schlammvulkane
bei Buzau |
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2006 hatten wir hier die Folgen einer unvorstellbaren Hochwasserkatastrophe
gesehen, 150 Dörfer wurden vernichtet, 1.000 Häuser überflutet
und 15.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Die Donau wurde
damals dort zum Meer und wir hatten viele überschwemmte Straßen
passiert. Angesichts dieser Tragödie hatten wir uns den Hilfsaktionen
mit 3 Ersatzhäusern um je 5.000,- Euro angeschlossen. Die Familie
Radu Marian besuchten wir jetzt in Spantov, mit viel Freude und Dankbarkeit
sahen wir, dass an unserem Spenderhaus jetzt an- und umgebaut wurde.
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Ersatzhäuser
nach der Donauüberschwemmung |
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Suchbild |
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Nach einer wunderschönen Strecke nun wieder in den Norden des Landes
vorbei am „Eisernen Tor“ kamen wir am Abend des 8. Reisetages
abends in Temesvar an. Hier hörten wir vom Schicksal einer jungen
Frau aus
Carani, die jeden Tag mit einem Joghurtbecher ins Sozialzentrum kommt,
um Essen für ihre 3 Kinder zu holen. Fast jede Woche muss der Becher
erneuert werden, weil er von Mäusen zerfressen wurde. Sie lebt in
einer bescheidenen Hütte ohne Fließwasser, und im Winter müssen
alle frieren.....350.-Euro hatten wir für einen großen Holztransport
für ein warmes Zimmer dort gelassen.
Bezeichnenderweise hatte ich vor genau 20 Jahren meine 1. Hilfsfahrt
nach Temesvar gemacht, wo 1999 auch die Revolution ihren Ausgang genommen
hatte, und hier beendete ich auch diese Jubiläumsfahrt.
Mit einem Kosten- und Spendenaufwand von 4.490.- Euro wurde dieser Hilfstransport
nach 3.455 km beendet.
Wie meinte doch Iliana vom Leprakrankenhaus, bettlägerig, ohne Finger
und Zehen, mit einer Holz-Metallprothese auf ihrem Bein, mit trüben,
blinden Augen und zahnlos: „Ich bin zufrieden, anderen geht es viel
schlechter, aber bitte gehen sie jetzt.......“!
Danke meinen MitfahrerInnen: Sr. Juliana aus der Slowakei für Begleitung
und Übersetzungen, Bettina, Doris, Franz und Xaver. Danke für
Gastfreundschaft Sr. Bernadette, den Steyler Schwestern in Roman und Raducaneni,
unserem Klaus in Stauceni und den Salvatorianern in Temesvar.
Wie immer, auch schon seit Jahren, bedanke ich mich herzlich bei Fam.
Ing. Fegerl, die diese Briefe formatiert, die Fotos einfügt, vielfach
druckt, kuvertiert versendet und ins Internet stellt.
DANKE auch an Fam. Hutka, Fr. Weintögl, Fr. Grienauer, Hr. Weidinger,
Fr. Euler, Fr. Pimmer, Fr. Eder, Hr. DI Molnar, Hr. Kreuzer, Fr. Auer,
Hr. Winter, Fr. Dietrich, Ing. Walterskirchen, Fr. u. Hr Wiskocsil, Fr.
Warwazovsky, Fr. Gabi Huber, Aktion. St. Lukas, Fr. Urbanczyk, Fr. Lackenbauer,
Hr Riha, Fr. Götz, Fr. Kalla, Fr. Rill, Hr. Barejska, Fam Dr. Weyringer,
Hr. Korn, Fr. Schwanke, Fr. Langer, Fr. Pfeiffer, Fam. Hamernik, Pfarrer
Guttenbrunner, Pfarrer Dr. Rodt, Fr. Hahnreich, Fam. Dr. Ottmeier, E.+R.
Bilek, Dr. Tschulik, Sr. Hildegard, Runde von Fr. Knauer, Fr. Doleschal,
Fam. Rostance, Fr. Müller, Caritas Österreich, Fr. Hoffenreich,
Fam. D.I. Kaspar, Fam. Jünger, Hr. Schleifer, Hr. Wenisch, Fr. Heissler,
Fr. Uitz, Fr. Fürst, Fr. Dkfm. Störmer, Fam. Ing. Fegerl, Hr.
Mag. Jilek, Hr. Taschek, Fr. Repa, Fr. Mayr, Fr. Herzig, Hr. Mag. Leitner,
Fam. Brabec, Fam. Leger, Fr. Ai-chinger, Fam. Dr. Tuider, Hr. Machat,
Hr. Dallamahsl, Fr. Hodonsky, Fr. Reithofer, Fr. Dr. Simon, Matthias Euler-Rolle,
Fr. Jahnson, Fr. Riemerth, Fr. Bernscher, Hr. Poxleitner- Blasl / Fa.
Gerot, Fr. Khoss, Fr. Käsmayer, Hr. Dkfm. Grömer, Hr. Gallauner,
Fr. Oslansky, Fam. Dr. Eckert, Fr. Leidl, Fr. Schantl, Hr. Erhart, Fam.
Hofbauer, Fr. Mag. Walenta, Hr. Dr. Stigler, Optiker Dolejs, Fr. Mag.
Schussnix, Fr. Aigner, Fr. Fussek und Hr. Dr. Kropik vom ÖAMTC, Fr.
Nemet / Fa. Hartmann, Fr.Benatinska, Hr. Cech und Hr. Keisler.
Die
Kontonummer unseres Hilfsvereines
"AUSTRIA PRO MOLDAVIA"
bei der EÖSC ist:
BLZ:
20 111, Nr: 051 46720
Sie
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Lehrlingsausbildungen
für junge Leute |
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2 |
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Saatgutprogramm |
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3 |
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Unterstützung
für die Suppenküche in der Moldova |
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4 |
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Finanzierung
von Studien |
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Existenzgründungspakete
mit Unterstützung von Saatgut, Obstbäumen, Hühnerzucht |
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| Wien,
im Juni 2008 |
Dr.
Helmut Euler-Rolle |
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Die Fotos stammen diesmal von Frau Doris Karger |
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