Austria pro Moldavia-Austria pentru Moldova

Asociata Roman-Chisinau - Grup de ajutor pentru Roman-Chisinau
Dr. med. Helmut Euler-Rolle /
A-1180 Wien, Geyergasse 2A, Tel: 01-4931306 / FAX: 01-49313064
Email an Dr. Euler-Rolle   Offizieller Hilfsverein: 780/VVM9

20 Jahre Hilfsfahrten nach Rumänien

Bericht über die 45. Hilfsfahrt nach Rumänien und die
22. Hilfsfahrt in die kommunistische Republik Moldova vom 10.5. bis 18.5.2008

 

 

Die Idee ist hirrnverbrannt" hörte ich, als ich im April 1988 das erste Mal in das Land des Diktators Ceausescus fuhr. Furchtbare Armut herrschte in Rumänien, es gab kein Heizmaterial, viele Menschen erfroren und verhungerten, auf Lebensmittelmarken gab es pro MONAT: 10 dkg Butter, 0.5 Liter Öl, 1 kg Zucker, ½ kg Mehl. Käse gab es nie, Fleisch zweimal jährlich. Eine alte Frau erzählte uns: „Ich war so froh, zu Weihnachten endlich einmal ein Butterbrot essen zu können und dann war die Butter so schlecht, dass ich es wegwerfen musste!“ „Was essen sie denn heute zu Mittag?" Die Antwort war: „Einen Schmarr'n aus Mehl und altem Brot..." Und zum Abschied meinte man zu uns: „Ihr wisst ja gar nicht wie gut ihr lebts!".....

  
Paketuebergabe im Lepraspital 
  
 
Paketübergabe im Lepraspital Tichilesti
 

20 Jahre sind vergangen, jetzt meinte eine Patientin vor der Fahrt:
„Neidig bin ich, dass sie zu Pfingsten auf Urlaub fahren können....."

Zwei Dinge sind für jede Hilfsfahrt unentbehrlich: die Transportfahrzeuge und ein riesiger Lagerplatz für alle gesammelten Waren.
Nachdem einige Autofirmen auf meine Anfrage und Bitte wegen eines Autos in keinster Weise reagiert haben, hat mir zum wiederholten Mal Herr D.I. Prinz von der Telekom - organisiert von Herrn Sourada – einen geräumigen VW LT 35 zur Verfügung gestellt. Ebenfalls mit bester Organisation bekamen wir von den Wr. Lokalbahnen - Verkehrsdienste über Herrn Flaschberger und Herrn Dewanger einen wunderbaren Sprinter für unsere Fahrt.
Ich bedanke mich sehr für die Hilfe, das Entgegenkommen und das Vertrauen.

Franz Rath, seit 1994 ein treuer Mitstreiter und Mithelfer dieser Fahrten, sammelte, schlichtete, ordnete, beschriftete, beklebte, sortierte und besorgte Waren aller Art und verstaute sie in seinen ehemaligen Glashäusern, wie immer: Vielen Dank dafür.
Die 92-jährige Frau Köhler trug auch zum Jubiläum bei, sie übergab mir den 250. selbstgestrickten Pullover für ein armes Kind.
Frau Roisl steckte mir wieder 700 Euro zu und meinte: "Zu ihnen habe ich Vertrauen".
Nick Egger aus den USA hat mir 1.000 Euro für arme Kinder überwiesen, Fam. Slechta gleich 2.000 Euro mit den Worten: "wo sie glauben, wo Not ist, uns geht es gut....."
Das AKH über Fr. Dr. Krepler, Fr. Binder und Fr. Dietrich spendete Komfort- Rollstühle,
Frau Gerhards von der Firma INN-Pack schenkte mir 52 Waschlotionen für die Sozialstation in Stauceni, Wolfgang Watzak gleich ein paar Paletten mit Verbandstoffen und Binden, Fr. Pinggera von der Fa. Bständig organisierte Bettunterlagen, Stoma- und Urinbeutel, Mieder, Katheter, Venenstrümpfe, Rippengürtel und Einmalhandschuhe. DANKE!

  
die LKWs am Prislop Pass
  
 
Die Flotte am Prislop Pass
 

Wie bei jeder Fahrt bedanke ich mich einmal mehr bei meiner Assistentin Doris Karger, die wieder viel organisiert, bestellt, abgeholt, telephoniert und besorgt hat.
Es wurden von Firmen und Privatpersonen Waren aller Art selber abgeholt und in der Ordination eben so viele abgegeben, die alle sortiert, eng in Kartons verpackt, verklebt, beschriftet und je nach Empfangsort mit einem Farbpickerl versehen wurden.
Dann war es wieder soweit:

Am 10.5.2008 – Pfingstsamstag - um 7 Uhr früh rollten wir "nur ganz wenig überladen" aus der Stadt Richtung Nickelsdorf. 2003 hatten wir dort noch bei 4 Stunden Aufenthalt unglaublichen Ärger mit ungarischen Grenz- und Zollbeamten gehabt, jetzt konnten wir ohne Passkontrolle die Grenze passieren.
So schlecht und so kalt das Wetter bei der Herbstfahrt gewesen ist, so schön, so hell, so sonnig durften wir diesmal die Landschaft genießen:
Blühende Tamariskensträucher an den Straßenrändern, weite saftig-gelbe Rapsfelder soweit das Auge reichte, immer wieder Flecken mit leuchtend roten Mohnblumen, ein blauer Himmel mit traumhaften, weißen Wolken.
Früher haben mich auch die rumänischen Grenz- und Zollbeamten 7 bis 12 Stunden drangsaliert, jetzt – in der EU – haben sie sogar Lächeln und Durchwinken gelernt.

Die erste Station in Rumänien:
Marghita: Hier hatte ich 1996 um 50.000 $ ein Haus mit Garten gekauft und es dem röm.-kath. Bistum geschenkt, das es wieder der Caritas zur Verwaltung übergab. Es wurde ein Sozialhilfezentrum und Pflegeheim für alte und bedürftige Menschen. Es werden dort monatlich 130-150 Patienten betreut, stationär leben 15 zum Teil bettlägerige Personen dort. Diesmal hatten wir für das Büro einen Scanner und einen Farbdrucker mitgebracht.
In Satu Mare („Großes Dorf") betreut Sr. Bernadette tagsüber Kinder, die zu Hause nur schlafen dürfen. 250 Euro für Reinigungsmittel und vor allem Spielsachen wurden dort gelassen.

  der froehliche Friedhof   Kirche von Sapanta  
  
Der fröhliche Friedhof
   
Kirche von Sapanta
  
Entlang der ukrainischen Grenze neben dem Fluss Theiß, Richtung Osten des Landes, machten wir kurz Rast in Sapanta. Hier gibt es den "Fröhlichen Friedhof", wo ein Holzschnitzer auf blauen Holzkreuzen das wichtigste Lebensmotiv oder das Schicksal des Toten in frischer, bunter Farbe festgehalten hat.

Die Fahrt ging weiter an grün bewachsenen Hügeln der Marmatei - Berge, durch liebliche Dörfer mit unzähligen, eleganten Störchen hoch oben auf den Lichtmasten.
Am 1414m hohen Prislop Pass, in der Marmamuresch, einer Landschaft westlich der Ostkarpaten, gab es dann doch Schneeregen.
Ausnahmsweise zu einer "christlichen Zeit" kamen wir diesmal nach Roman, wo wir bei unseren Steyler Missionsschwestern wie immer gelabt, versorgt und verwöhnt wurden.

RUMÄNIEN im Jahre 2008:
Wirtschaftspolitisches Ziel von Ministerpräsident Popescu–Tariceanu ist die Einführung des Euros bis 2012. Dafür wird angesichts des hohen Budgetdefizites eine konsequente Sparpolitik verfolgt werden müssen. Rumänien ist ein hoch industrialisiertes Land, mehr als ¾ der Exporte sind Industriegüter oder Maschinen. Seit 2005 ist der Steuersatz auf Einkommen und Unternehmensgewinne nur 16%. Deswegen gilt Rumänien als eines der liberalsten Markwirtschaften der Welt. Das Land bietet neben Bulgarien die niedrigsten Löhne und die niedrigsten Steuern in der EU. Das BIP steigt jährlich um ca. 6%.

War die Inflationsrate im Jahre 2004 noch 9.6%, war sie im Jahr 2006 nur mehr 3.4%. Der Durchschnittslohn im Sommer 2007 betrug: 433 Euro, wobei die höchsten Löhne bei Banken und Versicherungen (1157.- Euro), die niedrigsten in der Textil- (283.- Euro) und in der Chemieindustrie ( 245.- Euro) gezahlt werden.
Hunderttausende haben das Land verlassen, weil sie keine Arbeit und kein Auskommen hatten, vor allem auf dem Land herrscht bittere Armut, 20 von 100 Bürgern leben unter der Armutsgrenze. Dafür gibt es im Neumitgliedsland der EU die längsten Arbeitszeiten. Bei der Renault - Tochter Dacia verdienen die Arbeiter, die das Billigauto Logan zusammenstellen im Schnitt 400 Euro im Monat, 3.000 Arbeiter haben aber nur einen Mindestlohn von 160 Euro, so konnte das Werk 150 Millionen Euro Gewinn machen...
Seit der Revolution 1989 besteht in Rumänien ein Geburtendefizit, so dass die Bevölkerung leicht gesunken ist. Es besteht weiter ein großer Reformbedarf in der Bürokratie und in der Rechtssicherheit. Zollprobleme sowie Korruption behindern nach wie vor den dringenden Zufluss ausländischen Kapitals.

   Karpaten    Pferd vor Pflug   
 
Karpaten
Landschaft mit Pferd vor Pflug
 

 

  beim Auspacken  
  
beim Auspacken
  

Roman: Seit vielen Jahren besuchen wir hier die Insassen eines Alters- und Pflegeheimes, gehen von Bett zu Bett, schütteln die Hand und grüßen sogar auf rumänisch: „Buna ziua“.

Unsere besondere Freundin ist die 80-jährige deutsch sprechende Gagiulescu E. Caterina, die so vom Schloss, wo die „Kaiserin gewohnt hat, schwärmt“. Sie hat keinerlei Angehörige, und niemand hat ihr zum 80. Geburtstag gratuliert. Wir haben versprochen, bei dem nächsten Besuch mit ihr in „die Stadt“ zu gehen und neue Hausschuhe zu kaufen und darauf freut sie sich schon sehr....Und wieder und immer wieder werden wir auf das angesprochen, was wir nie mithaben und auch nie mithaben werden: auf Gebisse.....groß und kleine, enge, hohe und breite.....

 

Bei der örtlichen Caritas in Roman hatten wir wieder Unmengen an Medikamenten, Bekleidung, Verband und Desinfektion abgeladen.

 

  Spielrunde im Altersheim  
  
Spielrunde im Altersheim
  

Horlesti: ganz im Osten, nur 15 km von der ehemaligen Grenze der Sowjetunion entfernt gelegen, seit 1992 zwei mal jährlich von uns besucht und betreut. Die dorthin führenden Erd- und Steinstraßen sind unterbrochen von einem ganzen Kilometer von der EU gesponserten Asphaltstraße, dann geht es wieder holprig weiter dorthin, wo es noch Lehmhütten ohne Strom gibt.
Fließwasser gibt es in den Häusern keines, aber viele Dorfbrunnen, fast alle Menschen gehen barfuss, weil es keine Schuhe gibt und niemand sie sich auch leisten könnte.
Oben auf dem Hügel in einer lieblichen Landschaft mit grasenden Pferden und romantischen Teichen steht ein "Haus", das desolate Dach mit Plastikfolien und Fetzen notdürftig abgedichtet, die morsche Decke hängt beängstigend herunter, vier Kinder schlafen auf Holzbrettern, auf die dünne Decken ausgebreitet sind. Mit dem Pfarrer wurde die Finanzierung eines neuen Häuschens besprochen, weil eine Reparatur in diesem Zustand nicht mehr möglich ist.
Ein ähnliches Haus, der Verputz abgebröckelt, der Familienvater ist Taglöhner und bekommt sein Gehalt nur mit Schnaps bezahlt, die Kinder essen in unserer Gegenwart noch grüne Kirschen mit den Kernen, sie haben Hunger....Wir haben hier 70 Euro Schulden für den Kauf einer Ziege gezahlt.....

 

  Lehmhaus in Horlesti   4 Buben aus dem Lehmhaus  
  
Lehmhaus in Horlesti
  
die 4 Buben wohnen in diesem Haus
  

Abends ging es weiter zu Schwester Patricia in Raducaneni: In dieser Niederlassung der Steyler Missionsschwestern werden Familien-, Kinder-, Alkoholiker- und Schulbetreuung angeboten. Hierher hatten wir wieder Medikamente, Spielsachen, Verband, Süßigkeiten, Kleider und Spritzen gebracht.

  noch ein Lehmhaus  
  
noch ein Lehmhaus aus Horlesti
  

Am nächsten Tag ging es zum 22. mal in das ärmste Land Europas, die Republik MOLDOVA:
Dem Land an der Außengrenze der EU laufen die Menschen davon. In den letzten Jahren sind Schätzungen zufolge 1 Million der 4.5 Millionen Einwohner ausgewandert vor allem nach Spanien, Italien aber auch nach Rumänien. Zurück bleiben Kranke, Alte und Kinder. Sie werden sich selbst überlassen und dämmern zu Tausenden als Sozialwaisen dahin. Die Moldau ist aber auch abhängig, dass die Bürger als Gastarbeiter im Ausland arbeiten, erstens steigt die Arbeitslosigkeit im Land nicht so stark an und zweitens lebt das Land immer mehr von den Überweisungen der Gastarbeiter, die bereits laut moldavischer Nationalbank 31% des BIP ausmachen. Durch die Emigration junger Menschen fehlen der Wirtschaft künftig eine ganze Generation, das Sozialsystem droht dadurch endgültig aus den Fugen zu geraten.16 Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung wird die Moldova von beispielloser Armut, Hoffnungslosigkeit, wirtschaftlichem sowie politischem Stillstand dominiert. Der monatliche Durchschnittslohn beträgt 80-100 Euro, wobei der Wert nur erreicht wird, weil ein Bruchteil der Bevölkerung mehr verdient, der Rest aber mit weniger oder mit gar nichts auskommen muss, die geschätzte Arbeitslosigkeit beträgt 70 bis 85%.

  Kind auf Schaukel  
  
neben der Gratis-Essen-Ausgabe eine Schaukel
  

Die Republik Moldova, im Kollektiv Fischka als die „Dritte Welt vor der EU - Haustüre“ bezeichnet, mit 33.000 km2 nicht einmal halb so groß wie Österreich, kommt ohne die Hilfe von Non Profit Organisationen und kirchlichen Initiativen längst nicht mehr aus.
Wie kleine Bittsteller muss man sich an der Grenze für die Zolldeklaration, bei der Ökologie, der Sanitär, Epidemiologie, der Transportabteilung, dem Zoll und bei der Veterinärabteilung anstellen. Überall Formulare, Stempel, wichtige Beamte in glänzender Uniform, aber die Waren selbst werden nicht kontrolliert.......

 
Pakete fuer Moldova
 
  
die mitgebrachten Pakete für die Moldova
  
Auf der einzigen schönen und aus strategischen Gründen breiten Straße wurden wir plötzlich von einer mobilen Zollkontrolle angehalten. Vier Beamte in einer der Polizei sehr ähnlichen Uniform kontrollierten unsere Dokumente und die Hilfsgüter, es soll ja schon vorgekommen sein, dass ein Teil davon im Wald abgeladen und dann schwarz verkauft wurde....

Am Hauptzollamt in der Stadt wieder Kontrollen der Ladelisten, der Schenkungsurkunden, der Auflistung der Güter (Stückanzahl der Bleistifte, der Katheter, der Bandagen...), des Hygienezeugnisses ( womit die mitgebrachten Handtücher desinfiziert wurden?), der Steuernummer des Beschenkten usw. Schade um 7 ¾ Stunden Wartezeit.

Titanic: ein desolater, riesiger Plattenbau, wo jeder Tag der letzte des abbruchreifen Hauses sein könnte. Am Ende jedes finsteren Ganges, wo sich 20 Wohnungen befinden, gibt es für alle Mieter nur eine Küche und ein desolates Plumpsklo. Für Heizung und Strom müssen die Mieter extra zahlen. Viele haben aber kein Geld und müssen so frieren und im Finsteren sitzen. So wie die 41 jährige Ljuba, wo die Gaskartuschen schon lange leer sind...... Zu diesem Jammer kommt noch, dass bei ihr eine Operation ins Haus steht, sie sich aber keine Krankenkassa leisten kann, für beide Anliegen konnten wir mit 250 Euro aushelfen.
In Ciorescu besuchten wir wieder Pavel, der ja im Kaukasus bewusstlos geschlagen und seither gelähmt im Bett liegt, einen Komfortrollstuhl brachten wir mit, damit er ein paar Sonnenstrahlen im Garten genießen könne.

 
Donaufaehre
  Windmuehle  
  
Fähre über die Donau
  
Windmühle vor dem Kloster Saon
  

Den Bewohnern des Obdachlosenheimes in Stauceni, welches Kardinal Schönborn zu seinem 60. Geburtstag gespendet hatte, brachten wir viele geschmuggelte Brillen mit, damit die Insassen jetzt endlich auch sehen und lesen können, was bisher nicht möglich war.

  Leprakranke  
  
im Lepraspital in Tichilesti
  

 

Nach langer Fahrt wieder in Rumänien, hatten wir bei Galati die Donau überquert, und kamen am Beginn des Donaudeltas wieder nach Tichilesti , dem letzten Lepraspital Europas, das vor genau 80 Jahren hier auf den Grundmauern eines verlassenen Klosters errichtet wurde. Versteckt am Ende einer Sackgasse leben die Menschen seit 1900 beinahe unbemerkt von der Außenwelt in kleinen Reihenhäusern, wobei das einzige Zimmer oft nur 10 m2 groß ist. Früher wurden die Kranken „mit Gewalt“ hierher gebracht. Wenn man irgendwo einen Leprakranken entdeckte, machte man das publik und damit war der Kranke zur Isolation verurteilt.


Ioana Miscov, bald 80 Jahre, die keine Finger und keine Vorfüße hat, kam schon mit 12 Jahren hierher, wurde einfach aus der Schule herausgenommen und hierher gebracht, auf den Knien rutschend hält sie ihr Minihäuschen blitzsauber und versorgt ein paar Hühner mit Körnern von Maiskolben, die sie mit den Stümpfen der Finger herausbricht.


Jeden einzelnen Kranken besuchten wir und verteilten Süßigkeiten und die so begehrten Zigaretten.
Auf dem weiteren Weg in den Süden des Landes besuchten wir noch das Naturschauspiel der Schlammvulkane bei Buzau, natürliche Gase drücken dort eine heiße Schlammbrühe in Form von Blasen an die Erdoberfläche.

 

Vorbei an saftigen Wiesen auf kleinen Landstraßen mit Pferdefuhrwerken, die eine schwere Last von Holzstämmen zogen, auf der linken Seite den großen Grenzfluss der Donau zur bulgarischen Grenze.

  Backofen  
Schlammvulkan
 
  
Hänsel und Gretel im Lepradorf
  
Schlammvulkane bei Buzau
  


2006 hatten wir hier die Folgen einer unvorstellbaren Hochwasserkatastrophe gesehen, 150 Dörfer wurden vernichtet, 1.000 Häuser überflutet und 15.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Die Donau wurde damals dort zum Meer und wir hatten viele überschwemmte Straßen passiert. Angesichts dieser Tragödie hatten wir uns den Hilfsaktionen mit 3 Ersatzhäusern um je 5.000,- Euro angeschlossen. Die Familie Radu Marian besuchten wir jetzt in Spantov, mit viel Freude und Dankbarkeit sahen wir, dass an unserem Spenderhaus jetzt an- und umgebaut wurde.

  Ersatzhaeuser   Dr. Euler in der Blumenwiese  
  
Ersatzhäuser nach der Donauüberschwemmung
  
Suchbild
  

Nach einer wunderschönen Strecke nun wieder in den Norden des Landes vorbei am „Eisernen Tor“ kamen wir am Abend des 8. Reisetages abends in Temesvar an. Hier hörten wir vom Schicksal einer jungen Frau aus
Carani, die jeden Tag mit einem Joghurtbecher ins Sozialzentrum kommt, um Essen für ihre 3 Kinder zu holen. Fast jede Woche muss der Becher erneuert werden, weil er von Mäusen zerfressen wurde. Sie lebt in einer bescheidenen Hütte ohne Fließwasser, und im Winter müssen alle frieren.....350.-Euro hatten wir für einen großen Holztransport für ein warmes Zimmer dort gelassen.

Bezeichnenderweise hatte ich vor genau 20 Jahren meine 1. Hilfsfahrt nach Temesvar gemacht, wo 1999 auch die Revolution ihren Ausgang genommen hatte, und hier beendete ich auch diese Jubiläumsfahrt.

Mit einem Kosten- und Spendenaufwand von 4.490.- Euro wurde dieser Hilfstransport nach 3.455 km beendet.
Wie meinte doch Iliana vom Leprakrankenhaus, bettlägerig, ohne Finger und Zehen, mit einer Holz-Metallprothese auf ihrem Bein, mit trüben, blinden Augen und zahnlos: „Ich bin zufrieden, anderen geht es viel schlechter, aber bitte gehen sie jetzt.......“!

Danke meinen MitfahrerInnen: Sr. Juliana aus der Slowakei für Begleitung und Übersetzungen, Bettina, Doris, Franz und Xaver. Danke für Gastfreundschaft Sr. Bernadette, den Steyler Schwestern in Roman und Raducaneni, unserem Klaus in Stauceni und den Salvatorianern in Temesvar.
Wie immer, auch schon seit Jahren, bedanke ich mich herzlich bei Fam. Ing. Fegerl, die diese Briefe formatiert, die Fotos einfügt, vielfach druckt, kuvertiert versendet und ins Internet stellt.

DANKE auch an Fam. Hutka, Fr. Weintögl, Fr. Grienauer, Hr. Weidinger, Fr. Euler, Fr. Pimmer, Fr. Eder, Hr. DI Molnar, Hr. Kreuzer, Fr. Auer, Hr. Winter, Fr. Dietrich, Ing. Walterskirchen, Fr. u. Hr Wiskocsil, Fr. Warwazovsky, Fr. Gabi Huber, Aktion. St. Lukas, Fr. Urbanczyk, Fr. Lackenbauer, Hr Riha, Fr. Götz, Fr. Kalla, Fr. Rill, Hr. Barejska, Fam Dr. Weyringer, Hr. Korn, Fr. Schwanke, Fr. Langer, Fr. Pfeiffer, Fam. Hamernik, Pfarrer Guttenbrunner, Pfarrer Dr. Rodt, Fr. Hahnreich, Fam. Dr. Ottmeier, E.+R. Bilek, Dr. Tschulik, Sr. Hildegard, Runde von Fr. Knauer, Fr. Doleschal, Fam. Rostance, Fr. Müller, Caritas Österreich, Fr. Hoffenreich, Fam. D.I. Kaspar, Fam. Jünger, Hr. Schleifer, Hr. Wenisch, Fr. Heissler, Fr. Uitz, Fr. Fürst, Fr. Dkfm. Störmer, Fam. Ing. Fegerl, Hr. Mag. Jilek, Hr. Taschek, Fr. Repa, Fr. Mayr, Fr. Herzig, Hr. Mag. Leitner, Fam. Brabec, Fam. Leger, Fr. Ai-chinger, Fam. Dr. Tuider, Hr. Machat, Hr. Dallamahsl, Fr. Hodonsky, Fr. Reithofer, Fr. Dr. Simon, Matthias Euler-Rolle, Fr. Jahnson, Fr. Riemerth, Fr. Bernscher, Hr. Poxleitner- Blasl / Fa. Gerot, Fr. Khoss, Fr. Käsmayer, Hr. Dkfm. Grömer, Hr. Gallauner, Fr. Oslansky, Fam. Dr. Eckert, Fr. Leidl, Fr. Schantl, Hr. Erhart, Fam. Hofbauer, Fr. Mag. Walenta, Hr. Dr. Stigler, Optiker Dolejs, Fr. Mag. Schussnix, Fr. Aigner, Fr. Fussek und Hr. Dr. Kropik vom ÖAMTC, Fr. Nemet / Fa. Hartmann, Fr.Benatinska, Hr. Cech und Hr. Keisler.


Die Kontonummer unseres Hilfsvereines
"AUSTRIA PRO MOLDAVIA"
bei der EÖSC ist:

BLZ: 20 111, Nr: 051 46720

Sie können Ihre Spende mit einem Vermerk (zB: "1") auf dem Zahlschein auch ganz speziellen Projekten widmen, wie z.B.:

   1 Lehrlingsausbildungen für junge Leute   
  2 Saatgutprogramm  
  3 Unterstützung für die Suppenküche in der Moldova  
  4 Finanzierung von Studien  
  5   Existenzgründungspakete mit Unterstützung von Saatgut, Obstbäumen, Hühnerzucht  

Wien, im Juni 2008 Dr. Helmut Euler-Rolle  
     
Die Fotos stammen diesmal von Frau Doris Karger
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